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Vom VW Käfer zum Porsche 356 – Der Volkswagen macht Karriere

AUSSTELLUNG BIS MÄRZ 2018

Der „Käfer“ von VW prägte das Straßenbild der Wirtschaftswunderzeit über viele Jahrzehnte. Als Professor Ferdinand Porsche die ersten Konzepte für einen modernen Volkswagen in den 1920er-Jahren entwickelte, war noch nicht abzusehen, welche Karriere diese Idee in Zukunft noch machen sollte. Am Anfang stand allerdings der Auftrag, die Volksmotorisierung im Dritten Reich voranzutreiben. Für die Organisation „Kraft durch Freude“ sollte ein KdF-Wagen entstehen.

Die Ausstellung „Vom Käfer zum Porsche 356“ im Hans-Peter Porsche Traumwerk zeigt anhand von historischen Modellen, Dokumenten und Originalfahrzeugen die Entwicklung des Volkswagens und seinen Weg hin zum ersten Porsche Sportwagen. Die kleinen Exponate sind nicht nur für Spielzeug- und Automodellsammler interessant. Die vielen Varianten dokumentieren die Entwicklung des Wagens hin zum modernen, millionenfach verkauften Erfolgstyp. Den Modellen des Kdf-Wagens folgen vor allem großartig lithografierte Blech-Käfer aus den Nachkriegsjahren, die in der Ausstellung im hervorragendem Originalzustand zu bewundern sind.

 

Ein Highlight sind die Miniaturen des Berlin-Rom Wagens, einem 1939 von Ferdinand Porsche entwickelten Sportcoupés, welches kriegsbedingt nicht mehr an der berühmten Fernfahrt von Berlin nach Rom teilnehmen konnte. Nach dem Krieg diente das Fahrzeug zuerst dem Konstruktionsbüro Ferdinand Porsche in Stuttgart als Kurierwagen, danach ermöglichte der Wagen dem österreichischen Rennfahrer Otto Mathé bis 1951 zahlreiche Rennerfolge. Die Ausstellung zeigt unter anderem ein einzigartiges Handwerksmodell sowie eine im Maßstab 1:1,5 verkleinerte, fahrfähige Replik aus Aluminium. Ein Blickfang ist die dazugehörende Holz-Urform. Das Fahrzeug lässt unverkennbar seine Verwandtschaft zum Volkswagen erkennen, zeichnet aber auch schon die Linien des Porsche 356.
Ferdinand Porsche hat einen großen Teil seiner Schaffenskraft der Entwicklung von Sport- und Rennwagen gewidmet. Deshalb lag es nahe, dass er zusammen mit seinem Sohn Ferry im österreichischen Gmünd schon 1948 wieder mit dem Bau von sportlichen Automobilen begann. Die ersten 356er-Modelle waren mit einer handgefertigten Aluminiumkarosserie versehen und griffen auf technische Komponenten vom Volkswagen zurück. Nach 54 gebauten Wagen siedelte die Produktion wieder nach Stuttgart, wo der Porsche-Welterfolg mit dem ersten Serienmodell seinen Anfang nahm.

Die Ausstellung zeigt zahlreiche Porsche 356er-Modelle aus jenen Jahren, darunter Varianten der beliebten Distler Porsche, den Gescha „Prototyp“ und viele interessante Miniaturen, darunter auch seltene Keramik-Modelle.
Das Highlight für alle Fans klassischer Original-Automobile ist das Gmünd Alu-Coupè aus dem Jahr 1950 – oder vielleicht doch der Porsche 550 Spyder; oder der Brezelkäfer von 1952? Diese Retrospektive aus außergewöhnlichen Originalen und Modellen macht den ohnehin einzigartigen Traumwerk-Besuch zu einem unvergesslichen Erlebnis.

Traumwerk-Gründer Hans-Peter Porsche ist es ein persönliches Anliegen, die Geschichte seines Großvaters und Vaters anhand ihrer Konstruktionen abzubilden: „Unsere Besucher können so einen Einblick in einen Teil unserer Familien- und Firmengeschichte erhalten und sich auf eine Zeitreise in die 1950- und 60er Jahre begeben“.

Hans-Peter Porsche TRAUMWERK

Zum Traumwerk 1 | D-83454 Anger-Aufham

Öffnungszeiten: Di-So 9.30 – 17.00 Uhr

 

www.traumwerk.de