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BIZZ! Juli-August

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sind Sie schon einmal nach 12 Stunden Arbeit zum Discounter, um etwas Essbares zu besorgen? Die Grundversorgung des Nachwuchses zu sichern? Es war 18.00 Uhr – noch locker, flockig innerhalb der Öffnungszeiten. Eilig wäre es also nicht, wenn die Nesthäkchen noch nicht telefonieren könnten. Sie können´s und wählen fleißig fünf Mal die Handynummer, um weitere Bestellungen aufzugeben.

Kein Euro in der Tasche, nur die Kreditkarte, also kein Einkaufswagen. Kein Problem, das trage ich locker. Sie wissen ja, wenn man nicht Mutter wäre, dann wäre man als Packesel auf die Welt gekommen. Noch ein Brot, Banane und Yoghurt, und wenn ich schon dabei bin: Wasser, Eier, Äpfel, Milchschnitte… kein Problem, trage ich schon.

An der Kasse eine gähnende Kassiererin. Ich reihe also meinen Einkauf säuberlich auf dem Fließband auf, damit ich nachher sortiert alles in meine Tasche packen kann. Sie fängt an zu tippen, während ich versuche schnell wie möglich nach vorne zu springen. Ich reiße meine Tasche auf, fange zum Einpacken an, neeeeinn… der Einkauf türmt sich immer weiter. Ich komme ins Schwitzen und werde zickig: „Machen´s halt mal langsamer.“ Brummt sie zurück: „Mit einem Einkaufswagen geht´s schneller!“ Hab ich mich verhört? Noch schneller? Würde sich ihre Rechte in eine Schaufel verwandeln, um den Einkauf in den Wagen zu schieben? Essen platt? Erdbeerenmatsch? Und schon fällt meine frische Gurke auf den Boden, datsch, matsch! „Holen Sie sich eine Neue.“ Na vielen Dank. Ich nehme meine Matschgurke und gehe nach Hause, denn ich schmeiß kein Essen weg, nur weil jemand es nicht für Nötig erachtet, verantwortungsvoll mit Essen umzugehen.

Henriette Matovina
BIZZ! Redaktion