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haben Sie nicht auch oft das Gefühl, dass Sie das digitale Chaos überrennt?

Vor wenigen Jahren hätten Sie niemals so viele Briefe bekommen wie sich nun die elektronische Post nach nur einer Woche Urlaub im Postfach tümmelt. Das Handy hätte nicht ständig ge-summt.  Sie müssten sich nicht anhören, warum Sie nicht erreichbar wären, auch auf dem Berggipfel, Empfang gäbe es doch überall. Oder versuchen Sie gerade sich zwischen tausenden Urlaubsfotos zu entscheiden oder besser gesagt, diese zu retten auf eine CD, bedingt durch Platzmangel auf DVD und dann doch auf eine Festplatte? Sind Sie überfordert mit Elster und bekommen Sie Mahnungen, weil Ihr Internetanschluss und damit Onlinebanking nicht funktioniert? Muss man unbedingt wissen, ob bei irgendeinem Japaner eine fremde Frau ein ganzes Jahr in seinem Kleiderschrank gelebt hat oder der Leichnam des von einem Krokodil zerfleischten Australiers gefunden wurde?

Ich muss ehrlich sein: Den Fernseher kann man ausschalten. Aber manchmal bin ich kurz davor, das Handy an die Wand zu tackern und mit 50 km/h kurz mal über den Computer zu fahren. Und dann das noch: Man kommt vom Einkaufen mit zwei wunderbaren T-Shirts, Micky-Maus und ein lustiges Giraffenmotiv für Söhnchen. Die Reaktion: „Schön Mama, und was können die? Nix??!“ – „Nein Kind, die Fernbedienung habe ich im Laden gelassen.“

Endlich Ruhe! Kein Gebimmel – Gebammel, nicht erreichbar sein, nicht reden müssen. Wissen Sie, was ich gemacht habe? Einen Hund gekauft. Mit ihm kann man ungestört durch den Wald spazieren, stundenlang. Er will nur essen, gekuschelt werden und Gassi gehen. Wie einfach. Wie unkompliziert. Mobil, nur nicht erreichbar. Seitdem gönne ich mir jeden Tag diese kurze Pause, um von dem Getöse der Welt Abstand zu gewinnen. Und Sie?

Ihre Henriette Matovina
BIZZ! Redaktion